Für alle, die als Kampf gegen den imperialistischen Feind des Sozialismus Russisch als erste Fremdsprache lernen mussten, hier die inhaltliche Übersetzung: National-Geographic-Fotograf springt mit Kamera ins Wasser, um diese xxl-Robbe zu fotografieren. Die Robbe hält seine Kamera für ein aufgerissenes Maul und den Fotografen für einen hungrigen Artgenossen. Kumpel wie sie ist, fängt sie ihm prompt Pinguine. Dumm nur, dass so eine Kamera keine Pinguine in mundgerechte Stücke zerkleinern kann. Das merkt die Robbe und übernimmt auch diesen Job. Drei Tage versorgt sie den Fotografen mit frischen Pinguinen.
Solch ein Verhalten sucht man unter den Menschen z.T. vergeblich.
Erinnere ich mich noch an die Streiks der milchproduzierenden Bauern Anfang 2009, gehe ich jetzt davon aus, dass die meisten inzwischen Porsche fahren. Schließlich ist der Preis für ein Stück “ja”-Butter im Laufe des Jahres von 0,65 auf 0,99 Euro gestiegen. Das ist mehr als 50% Steigerung.
Warum glaube ich aber, dass von dieser Preissteigerung nicht viel bei den Bauern angekommen ist???
In knapp 10 Jahren haben sich gerade einmal 2 Kinder in unseren Block verirrt, um an Halloween “Süßes oder Saures” zu fordern. Bisher hielt ich nicht viel von der Einbürgerung des aus Irland nach Amerika eingeschleppten Brauchs. Einzig der Süßigkeiten- und Kostümindustrie sowie den Dentisten schrieb ich messbaren Nutzen an dem importierten “Feiertag”.
Heute jedoch änderte sich meine Meinung, als Eppendorf am späten Nachmittag von Heerscharen kleiner Hexen und Zombies übervölkert wurde. Dutzendweise stürmten die maskierten Zwerge die Geschäfte, postierten sich selbstbewusst vor den Verkäufern und forderten die Süßwaren. Manche Gruppen verpackten die Forderung in Gedichte, andere fackelten nicht lange und riefen die magischen 3 Worte: “Süßes oder Saures”.
Den Rückhalt der Überfallkommandos lieferten die Erziehungsberechtigten der kleinen Erpresser, die gruppiert vor den Läden ausharrten: Halloween als Familienhappening.
Und so kam ich eigentlich erst jetzt hinter die wahre Bedeutung des Festes. Handelt es sich bei Halloween doch eigentlich um eine Art Sozial-Unterricht für die Kleinsten: Abbau von Hemmungen gegenüber Fremden, Formulierung von Wünschen und Erwartungen, Belohnung. Drei grundlegende Erkenntnisse für ein erfolgreiches Weiterkommen im Leben.
Warum dieser Brauch gerade im Nobelviertel Eppendorf so ausufernde Ausmaße annimmt, verwundert nicht, leben doch dort eben Jene, die die drei Erkenntnisse in ihrem Leben erfolgreich beherzigt haben und dieses Wissen dank Halloween schon frühzeitig weitergeben können.
Immer wieder sehe ich mich in Diskussionen Menschen gegenüber, die nicht begreifen, was die Basis unserer Gesellschaft ist. Da wird über Politik lamentiert, Umweltschutz diskutiert und Reichtum kritisiert. Ich halte es da stets mit einer etwas vereinfachten, aber deutlichen Einschätzung der Lage: es geht nur um Geld. Nahezu unser gesamtes Leben ist bestimmt von finanziellen Transaktionen. Das beginnt bei den Kosten unserer ersten Windel und endet mit dem Kaufen des Sarges.
Eben jenes Streben nach monetärem Reichtum sorgt dafür, dass Entscheidungen getroffen werden die egoistisch, destruktiv und suizidal auf den menschlichen Lebenserhaltungstriebs wirken.
Millionen Menschen leiden unter schweren Hauterkrankungen. Vielen könnte geholfen werden, wenn man sie mit einer neu erfundenen Spezial-Salbe behandeln würde. Das haben Wissenschaftler und Ärzte festgestellt. Doch die großen Pharmakonzerne weigern sich, die Erfindung auf den Markt zu bringen.
Die Salbe unterscheidet sich von den üblichen auf dem Markt befindlichen Produkten durch 2 frappierende Eigenschaften: 1.) günstig in der Produktion & 2.) sie heilt. Diese zwei Eigenschaften wirken nun aber leider entgegen der unternehmerischen Zielsetzung von Pharmaunternehmen. Die Aktionäre wollen Cash sehen und Cash gibt´s nun mal nicht, wenn man seine “Kunden” heilt. Chronische Kranke sind doch richtig dufte für die Pharmaindustrie, kann man doch recht sicher das kommende Geschäftsjahresergebnis planen. Und so versucht die Pharmaindustrie alles, um das “Aspirin für die Haut” ganz schnell verschwinden zu lassen.
Wenn man sich aufmerksam umschaut wird man feststellen, dass eben jenes Geschäftsgebaren an der Tagesordnung ist. Das 3-Liter-Auto und moderne Ölfilter werden durch die Mineralöl-Lobby verhindert, Regenwaldabholzung wird durch profitgierige Konzerne vorangetrieben, 100W-Glühlampen verschwinden nur durch Verbote von Regierungen. Ich könnte diese Liste noch fortsetzen.
Ich schiebe die Schuld nicht einzig auf die Konzerne, denn die reagieren weitestgehend auf das Verhalten ihrer Konsumenten. So wird der Regenwald gekillt, solange Tante Elfriede aus Castrop-Rauxel eine Möbelgruppe aus echtem Teak für nen Hunni haben möchte.
Wäre ich pessimistisch, würde ich sagen, die Welt inkl. Menschheit ist am ArschAllerwertesten, denn mit einer solchen finanz-fixierten Einstellung wird es uns nie gelingen, den Kurs zu verändern und aktiv den Klima- und Sozialhaushalt gerade rücken. Aber zum Glück bin ich nicht pessimistisch.
“Ich als Einzelner kann doch eh nix bewegen”. Immer die gleiche Leier derer, die noch nie was von der Macht der Gruppe gehört haben. Kleiner Film zum besseren Verständnis:
Carrotmob, namentlich in Anlehnung an Flashmobs entstanden, bezeichnet das Zusammentreffen von Leuten, die durch ihr zielgerichtetes Konsumverhalten nachhaltige Veränderungen in Industrie und Handel herbeiführen. In Berlin steigt demnächst der 2. Carrotmob. Wer Currywürste mag, sollte sich den Termin gut merken:
Dazu schließen wir uns zusammen und kauften und essen alle am 24. Oktober 2009 bei einem Imbiss eve&adam’s ein. 46% des von uns in dieser Zeit erzielten Umsatzes, werden dann dazu verwendet um diesen Imbiss energieeffizienter und nachhaltiger umzubauen, und so langfristig seine CO2-Bilanz zu senken und damit das Klima zu schützen.
Eine extrem clevere Idee, die es zu unterstützen gilt!
Ich stelle mir gerade vor, wie sich die Benzinpreise verändern würden, wenn plötzlich alle Privatpersonen eine Woche lang nicht an die Zapfsäulen fahren. Hey, lasst mich träumen!
Ich verstehe nicht, wie ein Café am Samstag und Sonntag Nachmittag gegen 16 Uhr keinen Kuchen mehr im Angebot haben kann. Wollen die denn keinen Umsatz machen? Oder verbirgt sich dahinter eine Strategie, die mir noch verborgen geblieben ist? Antworten anyone?
Am 24. Oktober 2009 ist Klima-Aktionstag. Klingt langweilig, oder? Klima-Aktionstag – ebenso langweilig wie “Rettet die Wale”. Da rennen also ein paar Menschen auf die Straße und wollen, dass wir… Ja was eigentlich? Und warum heisst die offizielle Webseite überhaupt 350.org?
Bewiesener Maßen steigt der CO2-Anteil in unserer Atmosphäre kontinuierlich an. Durch den Anstieg verändert sich das Klima global. Pathetisch gesprochen ist 350 die Zahl, die uns am Leben hält, denn…
…Wissenschaftler gehen davon aus, dass dies die sichere Obergrenze an Kohlendioxid in der Atmosphäre ist.
Vor 2 Jahren, nachdem führende Klimaforscher in der Arktis eine rapide Eisschmelze und andere beängstigenden Anzeichen von Klimawandel beobachtet haben, brachten sie einige Studien heraus, die belegen, dass die Erde bei anhaltenden CO2-Konzentrationen von über 350 ppm mit menschlichen und natürlichen Katastrophen konfrontiert sein wird.
Nach heutigem Stand werden an diesem Tag mehr als 3200 Aktionen in über 156 Ländern stattfinden. In Berlin findet eine aussergewöhnliche und recht untypische Demonstration statt. Bei der “Silent Climate Parade” tanzen 350(!) Leute zu den Klängen von Dr. Motte und DJ Dirty Döring. Der Clou: alle Teilnehmer haben Funkkopfhörer auf den Ohren und empfangen darüber die Beats der DJs. Demnach wird sich ein sehr atypisches Bild für die Zuschauer bieten: ein tanzendes Partyvolk ohne Musik. Und was hat das jetzt mit CO2-Reduktion zu tun? Ganz einfach: Aufmerksamkeit schaffen und ein Zeichen setzen. Organisierte Flashmobs haben ja seit “…und alle so: Yeahh!” ungeahnte Öffentlichkeitswirksamkeit.
Also, wir sehen uns am 24.10. um 14 Uhr am Potsdamer Platz.
Sehr schönes Video über die Endfertigung des Trabants in der DDR. Wenn man sich zu den Bildern der brachialen Dehn- und Schlagübungen der Monteure auch noch vor Augen führt, dass man als DDR-Bürger auf dieses Auto mehr als 10 Jahre warten musste, fällt einem nichts mehr ein.
Typisch Amerika, typisch New York -- ein Sammelsurium von Individualisten, die sich in der Großstadt den Freiraum nehmen den sie brauchen -- so wie dieser Parkplatzwächter, der lt. Augenzeuge ein großer Michael Jackson -- Fan ist. Wer die Songs errät, die er da nachsingt, der gewinnt einen Lolli.
…und nachdem er seine Dokumentation bemerkt, dreht er noch mal richtig auf:
Mit bestem Dank von der Frau, die weiß, dass sie gemeint ist.