Es gibt diese verdammten Tage, da will nichts so gelingen, wie man es sich vorstellt. Dinge, die man sonst im Griff hat, entwickeln eine ungekannte und unerwartete Eigendynamik. Da geht es Firmen, wie Menschen. Nein, ich meine nicht Unternehmen wie AIG, KfW oder Lehmen Brothers.
Ich meine Microsoft. Zuerst startet man eine gigantische, neue Werbekampagne, um dann zu erleben, wie diese ein Eigenleben entwickelt, was man so nicht bei der Agentur gebucht hatte.
Erst führten die neuen Werbe-Spots mit Jerry Seinfeld weltweit zu Irritationen, da niemand genau sagen konnte, was genau deren Botschaft ist. Der neue Spot mit allerlei Prominenz kam schon gelungener daher, erfährt aber kurz nach Veröffentlichung eine amüsante Wendung, die definitiv nicht im Sinne von Microsoft sein kann. Bilder der Kampagne mit der Kernbotschaft “I´m a PC” – “Ich bin ein PC” wurden auf einem Macintosh produziert. Harharhar.
Es ist weithin bekannt, dass kreative Agenturen der Plattform aus dem Hause Apple seit Jahren den Vorrang geben. Dass jedoch Microsoft mit diesem durchaus voraussehbaren Fauxpas innerhalb der 300 Millionen-Dollar-Kampagne seinen Konkurrenten Apple als Matchwinner dastehen lässt, dürfte auf Ebene der Verantwortlichen bei Microsoft zu wirklich starken Kopfschmerzen führen.
Ich bin gespannt auf den nächsten Streich aus Redmond.