Gerade am Zeitungskiosk aufgeschnappt, diese Headline. Und wie in jedem Jahr, blitzen in den Jahresrückschauen erneut die dramatischen die Bilder vor unseren Augen von Anschlägen, Hinrichtungen und Folter auf. Zugegeben: nicht schön und sehr traurig.
Aber ich fragte mich, ob diese Bombenleger, Amokläufer und Fanatiker tatsächlich den Titel “Verbrecher des Jahres” verdienen?
Sind es nicht eigentlich die meist mit weißem Hemd, Anzug & Krawatte getarnten Manager, die viel krassere Angriffe auf die Bevölkerung zu verantworten haben?
Wie wär´s denn hiermit:
- Shell: Mehr als 200 Tonnen Öl in Nordsee ausgetreten
- Neuseeland kämpft gegen Ölpest
- Russland: Große Giftwolke nach Brom-Chemieunfall
- Tepco: Havariertes Akw in Japan
- Ölpest im Nigerdelta
- Ölkatastrophe vor Chinas Küste
- Pipeline gebrochen: Hunderte Barrel Öl im Yellowstone River
- Boden des Golfs von Mexikos weiter mit Öl verseucht
Der Unterschied zwischen einer Bombenzündung mitten in Oslo und einer gebrochenen Pipeline irgendwo in der Pampa ist, dass uns die kaputte Pampa weniger gefährlich und bedrohlich erscheint, als ein zerbombtes Regierungsviertel. Doch wenn man sich vor Augen führt, welch katastrophalen und langfristigen Folgen der sorglose Umgang mit der Natur hat, wird klar, wer die eigentlichen Verbrecher sind, die ebenfalls kritisch zur Rechenschaft gezogen werden sollten.
Und davon sind wir, meiner Meinung nach, auch in 2011 noch ein ganzes Stück entfernt.
Die unvollständige Auflistung der Havarien 2011 entnahm ich dem Weltgeschehen 2010-2011.
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schrieb am 29. Dezember 2011 um 10:25 Uhr:
Hallo,
ich denke vieles davon hängt auch mit den Medien zusammen. Eine kaputte Pampa ist nicht nur weit weg sondern bringt auch zusätzlich keine Schlagzeile, folglich bekommen wir sie nicht mit.
Es ist erstaunlich wie gesteuert wir von den Medien sind, da frat sich wer steuert die Medien …
LG
K