
Eine coole Deckenlampe für 200 Euro, einen stylischen Sitzsack für 1000 Euro oder ein minimalistisches Messenger-Bike für 500 Euro – sobald sich Konsumartikel vom geschmacklichen Einheitsbrei entfernt, muss der Konsument tief in die Tasche greifen. In den Trendläden deutscher Großstädte kommt man kaum aus dem Staunen heraus, was so alles auf Preisschilder geschrieben werden kann.
Jetzt bin ich über myFab.com gestolpert, einer Seite, die als eine ernste Konkurrenz im Designbizz verstanden werden kann. 0815 sucht man dort vergebens. Zeitlich limitiert, finden sich Design-Produkte zu auffällig günstigen Preisen. Da wechselt die Deckenlampe für 60, der Sitzsack für 300 und das Rad für 200 Euro den Besitzer. Die Angebote sind zeitlich begrenzt.
MyFab – von einem Franzosen 2008 ins Leben gerufen – nutzt das Prinzip von Mengenrabatten konsequent aus. Es werden Bestellungen gesammelt und erst dann geht die Ware in Produktion. Das unternehmerische Risiko in der Bewertung und Zahlung von Überbeständen und Lagerkosten entfällt vollständig und auch die Hersteller können dank exakter Auftragsmengen bessere Preise abgeben.
Extrem gut empfinde ich die ausführliche Artikelbeschreibung: klar, strukturiert, aussagekräftig. Auch die Informationen zu Produktionsort und Lieferstrecke sind vorhanden. So kann man sehen, in welcher Stadt das Produkt produziert wird und welchen Transportweg es nach Deutschland nimmt.
Jung-Designer erhalten auf der Plattform myTalent zudem die Möglichkeit, sich und ihre Entwicklungen einer professionellen Jury zu stellen. Im Idealfall landet das Design direkt im Shop. Ferner hat man als potentieller Kunde die Möglichkeit, über zukünftige Artikel abzustimmen.
Eigentlich war ich nur auf der Suche nach einer Beleuchtung für mein Büro, aber mir und meiner Kreditkarte schwant Schlimmes.
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