From Paris with Love

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Gestern Abend haben wir eine neue Seite fernöstlicher Kultur kennen gelernt. Wir waren im Kino. Eigentlich könnte man auch sagen, wir waren in der Kältekammer, denn als wirklich einzigartig empfanden wir das Herunterkühlen des Kinosaals auf 20°C – bei einer Aussentemperatur von über 30°C. Vorsorglich hatten wir unsere Fleecejacken mit dabei, denn so langsam kennen wir die Kälteaffinität unserer Asiaten. Die Jacken hatten wir eigentlich nach unserem Abflug im tiefverschneiten Deutschland ganz weit unten im Rucksack vergraben. Gestern retteten sie uns vor dem sicheren Kältetod.
Bei unserer Fußbekleidung waren wir etwas zu leichtsinnig. Dachten wir noch, dass unsere Füße in den Flip-Flops die Temperaturschwankung schon ertragen würden, sprachen die Eisklumpen nach der Vorstellung eine ganz andere Sprache. Wir liefen im Anschluß, gegen 23 Uhr, den Weg zum Hotel barfuß, um die Füße durch die heißen Betonplatten wieder aufzutauen.
Soviel zum kulturellen Teil. Kommen wir zum Film:

“From Paris with Love” ist der neue Film mit John Travolta und Jonathan Rhys Meyers. Eigentlich haben wir uns für den Film nur entschieden, weil einem Reiseteilnehmer die Frisur von Herrn Travolta so unheimlich gut gefiel. Nachdem Travolta in seinen Filmen mit Schmalztolle (Grease) und speckigem Langhaar (Pulp Fiction) zusehen war, ist jetzt die Glatze dran.
Die Handlung steht bei diesem Film ist eigentlich nicht das Highlight. Vielmehr überrascht die besondere Rolle, die Travolta als großkotziger und draufgängerischer Agent mit “Matrix”-artigem Körpereinsatz sowie pupstrockenem Humor abliefert. Der englische O-Ton tat sein Übriges, um uns das ein oder andere Mal laut loslachen zu lassen.

Besondere Freude hatten wir bei rasanten Schußwechseln an der Liebe zur Lautstärke des Tonmanns im Kino. So flogen uns nicht nur die Kugeln um die Ohren, sondern auch die Trommelfelle aus ihren Halterungen.

Als Fazit halten wir fest, dass es eigentlich keinen allzu großen Unterschied zwischen deutschen und malayischen Lichtspielhäusern gibt. Abgesehen von der unmenschlichen Raumtemperatur und dem viel zu süßen Karamel-Popcorn machen die knapp 1,70 EUR Eintritt, der englische O-Ton und die kräftige Soundanlage einen Kinogang zu einer spannenden Abwechslung zum Backpackeralltag.


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