und, bist du schon aufgeregt?

…so lautet dieser Tage, anderthalb Monate vor dem Abbruch der Zelte in Deutschland, die Frage vieler meiner Freunde und Bekannten. Einst dachte ich, die Antwort würde ganz klar “ja” lauten. Aber beim genauen Nachdenken bin ich mir nicht so sicher, ob und vor allem wovor ich aufgeregt bin.
Momentan liegen die Reiseführer in sicherer Entfernung und werden höchstens zum Staubwischen bewegt. Da das Hinflugticket gebucht ist und das erste Reiseziel feststeht, ist für mich die Grobplanung erledigt. Aufregung vor dem Unbekannten, den fremden Kulturen gibt es also nicht.
Viel spannender ist für mich aber die Frage, wie gehe ich mit dem Verlust dessen um, was ich zurücklasse: die Wohnung, meine Lieblingsserien, uneingeschränkte Individualmobilität, meine Kollegen und Freunde sowie mein uneingeschränkter Internetzugang. Zudem kann kann ich nicht mal eben so in die Schanze fahren und die neuesten Platten auschecken oder mich Sonntag Morgen mit Freunden zum Brunch verabreden. Da wird es nur mich und meine Reisebegleitung geben. Acht Monate auf das zu verzichten, was mir lieb und teuer ist, stellt für mich die größte Herausforderung an dieser Reise dar und lässt mich derzeit richtig nervös werden.

Kommende Woche gehen die Vorbereitungen in Form von Probepacken und Wohnungsrenovierung in die nächste Runde. Der Abschluss der Impf-Reihe sowie die Einrichtung eines neuen Kontos stehen ebenfalls noch an.