Jack Wolfskin bleibt Zuhause

Wenn man sich auf eine so lange Reise vorbereitet, wie wir das gerade machen, trifft man plötzlich ganz andere Entscheidungen bei der Wahl des richtigen Equipments, als man das bei vorherigen Reisen gemacht hätte. Plötzlich machen wir uns verstärkt Gedanken über Zuverlässigkeit, Packmaß und Gewicht. Manches Equipment möchten wir halt nicht unterwegs verschrotten oder uns mit der Neubeschaffung beschäftigen. Neben geeigneter Technik bei Beleuchtung und Kocher spielt die richtige Kleiderwahl eine große Rolle. T-Shirts, soviel ist klar, werden in Asien gekauft. Aber die Funktionselemente wie Schuhe, Hosen, Jacken – insbesondere die für die kühleren Reiseregionen – sollen aus Deutschland mit auf die Reise gehen. Wir sind somit aktuell auf der Suche nach geeignetem Equipment. Und prompt beweist Jack Wolfskin wie man im digitalen Zeitalter potentielle Kunden als Zielgruppe verliert.

Heute Morgen macht die Nachricht die Runde, dass Jack Wolfskin “Tatzen-Motiv”-Anbieter abmahnt. Es geht ausdrücklich nicht nur um Wolfstatzen-Nachahmer. Auch Katzen-Tatzen-Vertreiber wurden durch die von Jack losgehetzten WölfeAnwälte abgemahnt. Da haben wir Glück, dass unser Hasen-Tatzen-Motiv noch auf der lokalen Festplatte geblieben ist.

Weil es sich mit meinem Rechtsverständnis nicht vereinbaren lässt, teure Kleidung von Firmen zu kaufen, die willkürlich Privatpersonen und Kleinunternehmer scheinheilig abmahnen, bleiben die Waren von Jack Wolfskin im Geschäft hängen. Ich hoffe nicht, dass Mammut, Tatonka, Lowa und Trangia das Nacheifern bekommen, sonst muss ich mir alles drüben in Asien kaufen.