Nachdem ich heute zum abertausendsten Mal einer Kollegin erklären musste, dass sich hinter der Zeitangabe “Viertel zwei” nicht etwa “Viertel vor Zwei”, “Viertel nach Zwei” oder gar “Viertel vor Drei” verbirgt, sondern schlicht “13:15 Uhr”, erhielt ich eine interessante Zusammenstellung, die eindrucksvoll die regionalen Besonderheiten verdeutlicht und mich von meiner Missionarstour abbringen sollte, den Hamburgern die korrekte Formulierung der Uhrzeit beizubringen.
Als mittlerweile seit 10 Jahren in Hamburg Lebender, kann ich aus Erfahrung sagen, dass ich nahezu alle genannten Punkten zustimmen kann.
Woran man merkt, dass man aus Hamburg kommt?
- Du grüßt zu jeder Tageszeit mit “Moin” und verabschiedest Dich mit “Tschüß”
- Du hast ein schlechtes Gewissen, wenn Du an sonnigen Tagen drinnen bist
- Bei 20c° im Schatten fängst Du an zu schwitzen
- Bei “Schanze” denkst Du nicht an Skisprung oder ähnliches
- Du bestellst überall Alsterwasser, nicht “Radler”
- Du gehst auf Distanz, wenn Du diese Autokennzeichen siehst –> PI / SE / WL / RZ / OD
- Du fährst gen Süden über die Elbe und bist in Süddeutschland
- Was für Dich “Berge” sind, sind für Süd-Elbianer höchstens Hügel
- Wenn jemand mit Dir zum Dom will denkst Du nicht an eine Kirche
- Du hast einen großen Verschleiß an Regenschirmen
- Wörter wie “Feudel”, “klönen”, “klötern”, “muksch” etc. gehören zu Deinem Wortschatz (für alle “Nicht-waschechten-Hamburger”: Wischmopp, unterhalten, klappern, eingeschnappt)
- Du wirst woanders im Bäcker schräg angeguckt wenn du ein Franzbrötchen bestellst
- Wenn jemand sagt: “Wir treffen uns beim Michel!” fragt keiner, wo Michel denn wohnt
- Du bist stolz darauf, dass Hamburg mehr Brücken als Amsterdam und Venedig zusammen hat
- Du bist stolz darauf, dass Deine Stadt die größte “Grünstadt” Europas ist
- Unter “großer Freiheit” hast Du konkrete Vorstellungen, u.a.. musst Du wenn Du diese erreichen wills erst mal an den Nutten vorbei
Und wer jetzt mit einem zustimmenden Nicken und einem breiten Grinsen dasitzt, der ist bestimmt nicht fern von Hamburg.
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schrieb am 23. Juli 2009 um 17:55 Uhr:
ach wie schön…vielen dank fürs schmunzel…ich hab auch immer ein schlechtes gewissen bei 20 grad im schatten ” in haus ” zu bleiben….und fang dann doch an zu schwitzen:)
schrieb am 23. Juli 2009 um 08:18 Uhr:
[...] Hamburg gegen den Rest der Welt | HASENFARM Woran man merkt, dass man aus Hamburg kommt? [...]
schrieb am 23. Juli 2009 um 16:04 Uhr:
Ach … die Facebook-Liste übersetzt und mit den Federn geschmückt?
http://www.facebook.com/home.php?#/group.php?gid=7859540937
Nemain
schrieb am 23. Juli 2009 um 21:07 Uhr:
@Nemain: Du glaubst wirklich, dass man die Hamburger Gewohnheiten erst in Englisch schreibt und diese dann ins Deutsche übersetzt werden müssen? Ich empfehle, erst aufmerksam zu lesen und dann Kritik zu üben. Zitat: “…erhielt ich eine interessante Zusammenstellung…”. Sicher nicht die beste Quellenangabe, aber bei Mails hängt nicht immer der Quellennachweis dran.
Aber dennoch, danke für die Erwähnung der Facebook-Gruppe, die sich die Mühe gemacht hat, den Text ins Englische zu übersetzen.