Markus Albers: “Morgen komm ich später rein”

albersmorgenVor nicht allzu langer Zeit sorgte die Klageschrift eines freien Journalisten für Aufsehen in der deutschen Bloglandschaft. Don Dahlmann schlug antwortend in die Tasten, um das Bild des unterbezahlten und unzufriedenen Journalisten, und jedes anderen Freischaffenden, weichzuzeichnen.
Eine Antwort von sogenannten Angestellten, all jenen, die angeblich in der Knechtschaft von GmbHs, AG und KGs schuften, blieb weitestgehend aus.

Dennoch zeigte die Diskussion sehr deutlich, welchen Freiheiten sich Freiberufler gegenüberstehen sehen. Dass diese Freiheit jedoch auch etwas kostet, verdeutlichte die Klageschrift. Jene Freiheiten, die ein Freischaffender hat, sind für viele Angestellte kaum vorzustellen. “Büro ist Krieg” – ein Satz der von Stromberg geprägt und von abertausend Angestellten ohne mit der Wimper zu zucken abgenickt wird. ABER: Die Arbeitswelt befindet sich im Wandel und wer genau hinschaut, wird Tendenzen und Strömungen erkennen, wie sich die klassischen Angestelltenverhältnisse mehr und mehr auf den Angestellten einpassen.

Eher zufällig stieß ich auf eine Powerpoint-Präsentation, deren Thesen ich im Rahmen einer TwitStat-Reihe veröffentlichte. Kurz darauf meldete sich Markus Albers bei mir und wies mich auf den Quell der beeindruckenden Statements hin. Sein Buch “Morgen komm ich später rein” setzt sich mit dem Dilemma auseinander, Selbstständige arbeiten meist effizienter, haben mehr Freiheit, mehr Spaß, manchmal sogar mehr Geld. Bloß keine klassische Karriere. Sie lässt sich nur innerhalb von Unternehmen machen, doch wählt man diesen Weg, ist man sofort wieder in allen oben beschriebenen Ärgernissen des Büroalltags gefangen. Gespräche mit erfolgreichen aber notorisch unzufriedenen Freunden und Bekannten bestätigen den Befund. Es muss einen Mittelweg zwischen beiden Extremen geben.

Das Buch gehört meines Erachtens zur Pflichtlektüre von leitenden Angestellten mit Personalverantwortung, zeigt es beeindruckend, wie Unternehmen parallel mit zunehmendem Freiheitsgrad der Angestellten die Entwicklung der Unternehmensziele positiv beeinflussen können.

Markus Albers lebt als freier Journalist und Sachbuchautor in Berlin. Seine Arbeiten wurden in Monocle, Vanity Fair, Spiegel, Stern, GQ, SZ-Magazin, Welt am Sonntag und AD veröffentlicht. Außerdem entwickelt er neue Zeitschriften- und Online-Formate für Verlage und Agenturen. Er hat mir freundlicherweise eine Präsentation zur Verfügung gestellt, die anhand beeindruckender Statements enormes Potential in Angestelltenverhältnissen aufzeigt – wirtschaftlich und sozial.

Markus Albers: “Morgen komm ich später rein: Für mehr Freiheit in der Festanstellung”, broschiert: 220 Seiten, Campus Verlag GmbH
Wenn du dich für das Buch interessierst, würden wir uns sehr freuen, wenn du es über diesen Amazon-Link bestellst: hier bestellen!

Allen audiophilen “Lesern” sei Markus Albers im Interview auf Radio Fritz empfohlen:

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Weiteres Audio-Visuelles Informationsmaterial findet sich auf der Webseite von Markus Albers.


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2 Kommentare bis jetzt, schreibe hier auch etwas.

  1. [...] Die Idee, diese Präsentation einfach mal online zu stellen, habe ich übrigens ein bisschen von Jeff Jarvis geklaut, der sein aktuelles Buch “What would Google do?” ebenfalls als Powerpoint zugänglich macht. Außerdem auf den Gedanken brachte mich Henning Groß, der meine Präsentation auf dem Server seines Arbeitgebers entdeckte, wo ich vor dem Management einen Vortrag gehalten hatte. Henning hat dann – ohne zunächst so richtig zu wissen, woher die Thesen stammen – Auszüge daraus getwittert und – nachdem wir schließlich in Kontakt waren – die Slides als erster in seinem Blog veröffentlicht. [...]

  2. [...] See the rest here: Markus Albers: “Morgen komm ich später rein” [...]

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