How-To: Richtig sterben im Web

Grabsteine
“Sanctuary Wood Cemetery gravestones” by ➨ Redvers

Who wants to live forever? So manch Internetnutzer wünscht sich beim Anblick seiner ergoogelten Spuren, im Boden zu versinken. Gestern noch Hip-Hop-Verächter, heute Bushido-Fan. Gestern noch drogenexperimentierend, heute Bankberater. Gestern noch Sportwagen, heute Familienkutsche. So schnell wie sich das Web und die eigene Persönlichkeit entwickelt, so schnell können gestern geschriebene Worte oder angelegte Profile kontraproduktiv für die eigene Zukunft im Offline sein. Personalchefs verschaffen sich nicht selten vor der Einladung zum Vorstellungsgespräch ein Bild des Bewerbers anhand seiner Spuren im Netz. Und das Netz vergisst nichts! Seinen eigenes digitales Verschwinden herbeizuführen ist aber nicht unmöglich, wenn auch eine Frickelarbeit.

In Vorbereitung des eigenen WEB-Tods sollte man seinen Namen in alle möglichen Suchmaschinen eingeben, um sich einen Überblick über die Verbreitung seiner selbst zu machen. Nachdem man weiß, wo man seine Spuren hinterlassen hat, geht es an den 10-Punkte-Plan zur Eliminierung seiner Person:

  1. Lösche, was du löschen kannst.
  2. Nutze die Lösch-Dienste von Suchmaschinen, wie Google und Yahoo
  3. Schreibe die Webmaster direkt an
  4. Beauftrage den “ReputationDefender”
  5. Nutze “HideMyAss”
  6. Wenn schon online, dann aber nur mit Pseudonymen
  7. Nimm Kontakt zu “ChillingEffects” auf
  8. Wenn du etwas Kleingeld übrig hast, beauftrage “RemoveYourName.com” mit der Löschung
  9. Wenn dein Name im Netz besudelt ist, starte eine Gegenoffensive
  10. Bleib Offline!

Es gibt eine Menge Möglichkeiten, seine digitalen Spuren zu verwischen oder seine Online-Existenz ganz zu beenden. Das wird sicher nicht von heute auf morgen stattfinden. Es ist aber durchaus sinnvoll, alte Leichen aus dem Keller wegzuschaffen.

Die komplette englischsprachige Anleitung gibt es bei smashgods.com.


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2 Kommentare bis jetzt, schreibe hier auch etwas.

  1. Gravatar Icon helmeloh

    schrieb am 27. Oktober 2008 um 23:24 Uhr:

    Hallo,
    Nicht auf die wayback machine (archive.org) vergessen und benutze nie eine Chatprogramm mit Klardaten. Verwende immer einen Proxy zum Surfen und schreibe keine Emails. Am besten du meidest das Internet überhaupt, dann brauchst du nur mehr das löschen, was andere über dich verbreiten. (;-)

    Übrigens, auf meinem Notizblog könnt ihr aber getrost Kommentare posten, denn das findet ohnehin keiner und ich lösche die Kommentare auch jederzeit auf Wunsch wieder.

    Helmut sagt Servus aus Wien

    AntwortenAntworten
  2. Gravatar Icon Persoenliche Daten im Netz - der Supergau? • Blogmix

    schrieb am 27. Oktober 2008 um 19:13 Uhr:

    [...] Artikel bei Hasen-Farm hat mich dazu gebracht, diesen Artikel zu schreiben, da das Thema wohl immer aktuell sein [...]

Schreibe einen Kommentar oder
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