
“Wreck” by tandemracer
Wir haben´s nicht drauf! Offenbar hält man uns Sportinteressierte für ziemlich unterbelichtet. Dabei scheinen Sportler, Teamchefs, Ärzte und sonstige Radsportinvolvierte sowie die Programmverantwortlichen bei ARD und ZDF die Unterbelichteten zu sein. Regelmäßig beteuerte man seit dem T-Mobile-Team-Eklat um Jan Ullrich und Erick Zabel, der Radsport werde sauberer. Und drei Tage später flog wieder ein Sünder auf, und wieder, und wieder.
Jetzt endlich haben ARD und ZDF die logische und längst überfällige Konsequenz gezogen und sich gegen eine Übertragung der Tour de France entschieden. „Der sportliche Wert der Tour de France hat sich aufgrund der gehäuften Dopingfälle und der daraus gewonnenen Erkenntnisse erheblich reduziert. Damit ist auch der programmliche Wert stark gesunken“, sagte der ARD-Vorsitzende Fritz Raff…” (Quelle). Die Konsequenzen einer Nichtübertragung bekamen direkt die Deutschland-Tour-Organisatoren zu spühren. Mangels Werbung fiel die Finanzierung ins Wasser. Und damit zeigt sich das Zögern der Verantwortlichen. Sport ist Wirtschaft. Was der Fließbandarbeiter bei Ford, ist der Athlet im Sport. Die Fäden werden im Hintergrund gezogen, Geld abgesahnt, der Athlet gepusht bis zum Tod. Höre ich Teamchefs, die sagen, sie verachten die Taten ihrer Schützlinge, wird mir schlecht. Sind es doch sie, die die anrühren. Auslöffeln darf sie der Sportler.
Nun, da nun auch die Verantwortlichen in den Medien begriffen haben, sich nicht mehr zu Handlangern von Betrügern machen zu lassen, fordert plötzlich die europäische Rundfunkunion von ARD&ZDF die Zahlung von 21 Millionen EUR – quasi als Strafe für den vorzeitigen Ausstieg aus der Übertragung. Geht´s noch? Seit wann muss eine Vertragspartei (ARD&ZDF) Vertragsstrafe zahlen, wenn sie durch die andere Vertragspartei (Radsport) arglistig getäuscht und betrogen wird?
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schrieb am 24. Oktober 2008 um 12:03 Uhr:
[...] Rechtsbewusstsein gerät gerade ins Wanken. Ich habe schon vor ein paar Wochen über das Theater um die Übertragung der Tour de France - oder vielmehr um die Nicht-Übertragung [...]