
tape.tv – watching music
Die Buggles durften mit “Video killed the Radiostar” den provokanten Startschuss in eine neue Zeit der Musikunterhaltung einläuten. MTV ging mit diesem Video am 1.8.81 um 12:01 Uhr auf Sendung und brachte der Musik das Laufen. Mittlerweile ist vom Musikfernsehen nicht mehr viel übrig. MTV, VIVA & Co. sind inzwischen soweit vom Musikfernsehen entfernt, wie die BILD von Qualitätsjournalismus. Zwar gibt es vereinzelt noch ernstzunehmende Sendungen wie “Kickstart”, aber in BILD gibt es ja auch die Fußballergebnisse.
Wer Videos mag, aber von Youtube Augenkrebs, von Jamba-Klingelton-Werbungen Wutausbrüche und beim Anblick von Gülcan Herpes bekommt, für den ist Rettung in Sicht: tape.tv
Ich habe mir den Service heute mal “angesehen” und bin auf den ersten Blick recht angetan. Da gibt es Videos, Videos und noch mehr Videos. Das extrem übersichtliche Menü blendet sich bei Bedarf ein und bietet dem Nutzer wesentliche Funktionen, wie:
- Navigation: Start/Pause, Vorwärts
- more: mehr Musik ähnlichem Typs abspielen
- Genre: vordefinierte Genrelisten, z.B. “hip hop hooray”
- Special Features: thematisch zusammengestellte Playlisten, z.B. “popowackeln”
- more music like: spielt, wie Last.FM ähnliche Künstler
- Shopping: der aktuell gespielte Song kann via iTunes oder musicload erworben werden
Aller paar Videos darf man sich einen Werbeclip ansehen, der aber allemal besser ist, als von Jamba & Co. belästigt zu werden. Ob es auf die Dauer Spaß macht, sich Videos auf dem Rechner anzusehen, obliegt jedem selber herauszufinden. Angenehm ist dieser Service auf jeden Fall. Hoffentlich gelingt es den Machern, viele Musikverlage und Künstler für sich zu gewinnen, um noch näher auf die Vorlieben der Nutzer eingehen zu können.
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schrieb am 1. Oktober 2008 um 07:25 Uhr:
[...] via hasen-farm.de [...]
schrieb am 1. Oktober 2008 um 19:04 Uhr:
[...] Tape.TV dürfte nun in der Gunst verschreckter Zuschauer [...]
schrieb am 1. Oktober 2008 um 21:14 Uhr:
[...] Tape.tv lief heute ein mir gänzlich unbekanntes Video von Beyoncé, von dem ich anfangs, dachte es wäre [...]