Microsoft-Werbung feat. Pharrell Williams

Die Microsoft-Multimillionen-Kampagne zur Aufpolierung des angekratzten Images geht in die nächste Runde. Nachdem Jerry Seinfeld in den ersten zwei Spots an der Seite von Microsoft-Renter Bill Gates zu sehen war, ist er nun ausgestiegenverschwunden. Bill ist geblieben und neues prominentes Testimonial ist Pharrell Williams, seines Zeichens Hip-Hop-Artist und Erfolgsproduzent. Nachdem die ersten beiden Spots vielerorts auf Verständnislosigkeit gestoßen sind und damit ihren Auftrag völlig verfehlt haben, präsentiert Microsoft nun eine neue, “innovative” Konzeption: man macht Apple´s Erfolgswerbung a la “Get-A-Mac” nach.


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Was aus meiner Sicht beim Apple-Duo “PC” und “Mac” funktioniert hat – in einem Spot, ein Thema zu behandeln und aus Sicht vn PC und Mac zu beleuchten – will hier bei mir nur schwer funktionieren. Eine Vielzahl von Personen (>20, wenn ich mich nicht verzählt habe) behaupten, ein PC zu sein. Sie werden in einer positiven emotionalen Szene, Stimmung und Situationen gezeigt. Dem Konsumenten wird dank eingeblendeter E-Mail-Adressen sogar die Möglichkeit geboten, mit dem Protagonisten der Werbung in Kontakt zu treten.
Der Spot ist allemal besser als Microsofts ersten beiden Versuche, dennoch finde ich es unkreativ eine Gegenkampagne in ähnlicher Form wie die des Wettbewerbers zu produzieren. Dies zeugt nicht gerade von Einfallsreichtum. In der ersten Einstellung wird der “PC” der Apple-Spots imitiert und der “Mac” “trägt Jeans”. Microsoft kann offenbar nicht ohne Seitenhieb leben.

Aus Kundensicht ein gelungenes Paradebeispiel für wunderbar unterhaltende und sympathieweckende Werbespots hat Hansenet mit seiner Alice-Kampagne erschaffen. Dank der obskuren Platzierung von Brad Pitt in einen deutschen Otto-Normal-Haushalt sind die Spot gern gesehen und haben dem die Sympathie der Konsumenten gesichert. Individuell.