
Folgender Dialog auf Skype beschreibt, welch seltenes Ereignis heute stattgefunden hat:
Ich: hab heute was Verrücktes gemacht.
Er: Deinen Hasen rasiert ?
Ich: nee
Er: sondern?
Ich: mir 2 cds gekauft
Er: Nein, Du Schuft. Von wem denn ?
Ich: bcd1 und bcd2, hörprobe
Ich: und? Geil, nicht!
Er: Ich überlege noch, ob sich die Lautsprecher meines Rechners gerade verabschiedet haben, oder ob das schon die Musik ist
Er: Nee, klingt voll nach deiner Musik.
Der Eine glaubt, seine Stereoanlage verabschiedet sich ins Nirvana, für andere bedeutet schon allein der Name “Basic Channel” Religion. Zwar besitze ich schon nahezu alle Platten aus dem Oswald/Ernestus-Umfeld, aber als ich in der aktuellen Groove #114 las, dass die Fortsetzung der ersten 95er Zusammenstellung erschienen ist, befahl ich Amazon, mir beide Katalognummern zukommen zu lassen.
Es gibt nicht mehr viel Musik, der man eine Ursprünglichkeit und Pionierbedeutung zuschreiben kann, wie den Produktionen aus dem Basic Channel-Umfeld. Maurizio konnte aufgrund seines 4-to-the-floor-sounds schnell ein breites Publikum ansprechen. Bei den Basic Channel-Produktionen ist das Feld weitaus breiter. Da kann man auch mal einen Track ohne Beat erwischen.
Unheimlich beeindruckend ist nach wie vor, wie ein Sound derartig minimalistisch und doch so massiv sein kann.
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