The Revenge of the Radfahrer

Parkhinweis

Neulich beobachtete ich eine erzürnte Radfahrerin bei dem Bekleben eines auf dem Radweg parkenden Autos mit abgebildetem Aufkleber. Wie bei einer Briefmarke bespeichelte sie die Rückseite und bappte ihn an die Beifahrerscheibe. Ob sie besser gelaunt hinfort radelte konnte ich nicht erkennen.

Ich, ebenfalls und wie immer mit dem Rad unterwegs, stellte mir hingegen die Frage, ob ich diese Aktion für gut befinden oder mich dagegen aussprechen soll. Oft genug blockieren parkende oder zu be- und entladende Autos die ohnehin schon bescheidene Infrastruktur der Radfahrer. Als Ausweg bleibt nur der Fußweg oder die Straße – eine Wahl zwischen Pest und Cholera: zwar ist die Kollision mit einem Fußgänger für den Radfahrer bei weitem nicht so schmerzhaft, wie der Aufprall auf einer Motorhaube, aber angenehm fühlt sich  anders an. Zudem neigen Fußgänger des öfteren zu sturzprovozierenden Handlungen gegenüber Radfahrern. Somit sitzt man nicht nur auf dem Rad sondern auch in der Zwickmühle.

Welche erziehungstechnischen Maßnahmen bleiben also übrig, um körperlich (und zuvor geistig) abwesende Autofahrer auf ihr rücksichtsloses und gesundheitsgefährdendes Verhalten aufmerksam zu machen? Das Hinterlassen von Nachrichten scheint somit eine zeitlich extensive Möglichkeit und ein probates Mittel zu sein. Zudem umgeht man damit eventuellen Auseinandersetzungen mit körperlich überlegenen Gestalten. Hingegen halte ich die brav gewählte Formulierung “Parke nicht auf unseren Wegen” für zu unterwürfig und damit ungeeignet. Welcher Porsche Cayenne-Fahrer wird nach dem Lesen einer solchen Nachricht sein Verhalten von Grund auf neu überdenken?

Aufruf zum Mitmachen: Stellt sich die Frage, welchen Ton man auf einem solchen Aufkleber anschlagen soll. Also rufe ich die Radfahrer unter Euch auf, in den Kommentaren passende Claims zu hinterlassen. Ich spiele mit dem Gedanken, zukünftig den prägnantesten in Form eines lickable Stickers an Hamburgs Falschparker zu verteilen.


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  1. Gravatar Icon Einer

    schrieb am 16. August 2008 um 19:32 Uhr:

    Einer kommt zu seinem Auto und findet zum oft wiederholten Male einen dieser Aufkleber vor. Sie sind eine Plage, weil sie leider nicht vor Missbrauch geschützt sind. Ich eröffne daher hiermit den Kampf und fordere mit vollster Entschlossenheit: Weg damit!

    Bevor alle militanten Fahrradfahrer jetzt allerdings voreilig auf die Barrikaden gehen, bleibt zu sagen, sie mögen sich bitte wieder abregen und ausatmen!
    Denn ich möchte keineswegs die Idee dahinter kritisieren, ist sie doch eine Gute. Schlecht ist, was mit diesen elenden Aufklebern gemacht wird!

    Auch ich fahre Fahrrad, aber ich fahre leider auch Auto und Eimsbüttel ist bekanntermaßen, was die Parkplatzsituation betrifft, restlos überfüllt.
    Wenn ich meinen Smart jetzt also kurz hinter einem Fußgängerüberweg parke, er wegen eines Baumes aber 30 cm auf der Fahrbahn steht und ich trotz des auf “Niemandes Weges Stehens”, mehrmals die Woche diese ätzenden Aufkleber auf Windschutzscheibe oder Rückspiegel abprockeln muss, ist der Bogen überspannt! So nicht! Sollte ich die Person also dabei ertappen, wird diese was zu hören bekommen und ggf diesen Aufkleber von Ihrem Fahrrad abknibbeln müssen. Ich bin nicht gewillt, mich weiterhin tyrannisieren und maßregeln zu lassen, obwohl ich im bestmöglichen Rahmen und immer noch legal parkend versuche, allabendlich mein Auto abzustellen!

    Ein friedliches Miteinander auf Hamburger Wegen ist unumgänglich. Friedlich bedeutet aber auch nachsichtig. Wir leben nunmal in einer engen Stadt, die ein oder andere Kurve umeinander wird sich daher nicht vermeiden lassen, sonst kommt es nunmal zu Kollisionen,

    meint zumindest
    Einer

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