Gestern kam ans Licht, dass die Organisatoren der Eröffnungsfeier der olympischen Spiele in Peking bei der Fernsehübertragung auf moderne Bildmanipulation gesetzt haben, heute gibt es die nächste Folge aus der Serie “How to verdummen the halbe Welt”.
Dabei haben die Verantwortlichen auf ein altes deutsches Erfolgsrezept zurückgegriffen und “Milli Vanilli” zum Leben erweckt.
“Wir kombinierten die perfekte Stimme mit der perfekten Aufführung.” (Quelle: Süddeutsche)
Die stimmbegabte Yang Peiyi durfte aufgrund ihrer angeblich mangelnden Schönheit nicht vor die Kameras dieser Welt. Dafür wurde die hübsche aber akustisch unzureichend geeignete Lin Miaoke vor die Linsen gehalten. Und die Zuschauer schmolzen dahin.
“Wir wollten das perfekte Image bieten”, gab nun der Musikverantwortliche der Veranstaltung, Chen Qigang zu. “Das war eine Frage von nationalem Interesse. Das Kind musste gut vor der Kamera aussehen, expressiv sein”, sagte er weiter. (Quelle: Süddeutsche)
Sach ma, hackt´s noch, China?
Nur für´s Protokoll: Michael Phelps schwimmt übrigens auch nicht selber. In Wirklichkeit heimst Flipper gerade unter seinem Pseudonym die Preise ein. Dank digitaler Bildmanipulation ist das das Doping 2008. Sozusagen “Zuschauerdoping”.
Mir tun nur die Sportler Leid.
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schrieb am 12. August 2008 um 21:42 Uhr:
Außen hui, innen pfui. Paßt doch zum Gesamtbild! Ich finds schade, eigentlich hab ich Olympia immer gerne geschaut. Diese Spiele fand ich aber schon im Vorfeld total daneben, da ist mir persönlich die Lust vergangen. Kann mich nur anschließen: Die Sportler tun mir leid.
schrieb am 12. August 2008 um 12:37 Uhr:
Des muss schon auch hart für die Sängerin sein, wenn dir ins Gesicht gesagt wird dass du zu hässlich fürs Fernsehen bist.
Gruß
schrieb am 12. August 2008 um 13:22 Uhr:
Finde es toll, dass man mit einem gewolltem “perfektem” Bild so negative Kritiken erntet und eine “perfekte” Darstellung nicht immer das Beste ist.
Aber es gibt auch aktuelle “Stars”, welche trotz ihres Aussehens berühmt werden, siehe Paul Potts
http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Potts
http://www.youtube.com/watch?v=1k08yxu57NA
schrieb am 12. August 2008 um 14:50 Uhr:
@lavitas: Paul Potts ist der Beweis, dass Aussehen NICHT das Kriterium für Erfolg ist. Ich bin mir sicher, Paul Potts wäre heute nicht da wo er ist, wenn er wie Markus Schenkenberg o.a. aussehen würde. Optische Defizite als Kariereschub. Cool.
schrieb am 12. August 2008 um 15:28 Uhr:
@Henning: sorry war schlecht ausgedrückt.Wollte genau das sagen, dass Aussehen alleine NICHT das Kriterium ist. Obwohl ich gesehen habe, dass sich Paul mittlerweile auch die Zähne hat machen lassen.
schrieb am 12. August 2008 um 16:55 Uhr:
@lavitas: Schrecklich, schrecklich. Hat auch ihn das Photoshop-Management eingefangen.