Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt – so lautet ein deutsches Sprichwort. Was einst als Test für die vernetzte Kurzberichterstattung zwischen Realwelt, Web0.1 (=SMS) und Web2.0 (=Blog) funktionieren sollte, endete bereits nach sehr kurzer Zeit auf dem Boden der Tatsachen – oder besser auf dem Tisch des Chirurigen. Web0.0 sozusagen.
Dennoch lässt sich über das Erlebte vortrefflich ein Fazit ziehen.
Die Berechenbarkeit, mit der wir uns im Web2.0-Umfeld bewegen verleiht ein Maß an Sicherheit, welches wir auch in der realen Welt als gegeben unterstellen. Wer hätte daran gedacht, dass irgendwelche mistigen Viren die Tour beenden. Da wurde im Vorfeld eher über die technischen Belange wie Netzabdeckung, Hot-Spots und Fotoblogging etc. gegrübelt. Diese monodirektionale Fokussierung begegnet dem Onliner stets und ständig. Entsprechend hoch auch der thematische Anteil an technischen Themen in der Bloggosphäre. Was aber versorgt die wunderbare Welt2.0 mit Themen, die wirklich spannend sind? Es ist mit Sicherheit nicht das neue Aufkommen von Spam-Attacken, neuen Word-Press-Updates oder nerdigen Tools a la Twitter und Konsorten. Es sind die Dinge, die das Leben außerhalb von Netz und Co bereit hält.
Es waren der Zeltplatz mitten auf der Elbewiese. Es war die Begegnung mit einem Dorfarzt. Es waren Vögel, die ein Großstädter nicht zu kennen scheint (Was sind Spatzen?). Es war das Einatmen des Betäubungsmittels auf dem OP-Tisch. Es waren der Chefarzt und die Krankenschwester.
Auch wenn das gesteckte Fernziel – Prag – nicht erreicht wurde, bepackte mich das Leben mit einer Fülle an neuen Erfahrungen und Erlebnissen, die es in den kommenden Tagen hier zu finden geben wird. Nix online, nur offline.
Mein Dank geht an dieser Stelle an all die unter Euch, die erschrocken mitgefiebert haben und bis heute noch nicht so genau wissen, was passiert ist – aber sich auch noch nicht bei mir gemeldet haben.
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