Vor einigen Wochen zeigte arte den Film “Paradise Now”. Weil ich dem Flimmern der Kiste zu wiederstehen nicht in der Lage war, habe ich ihn mir angesehen. Warum ich erst heute darüber schreibe, ist mir ein Rätsel, denn er war großartig.
Erzählt wird die Geschichte der palästinensischen Freunde Khaled und Said, die als Selbstmordattentäter nach Isreal geschickt geschickt werden, um einen Anschlag zu vergelten. Nachdem der erste Versuch fehl schlägt, nimmt die Handlung eine unerwartete Wendung.
Khaled, der von seinem Handeln zuerst vollends überzeugt ist, beginnt an der Richtigkeit seines Tuns zu zweifeln. Said hingegen, der zuerst an eine unblutige Konfliklösung glaubt, steigert sich hingegen in den Fanatismus des Terrors. Letztendlich führt Said den Anschlag durch.
Der 2004 vom palästinensisch-niederländischen Regisseurs Hany Abu-Assad im Westjordanland gedrehte Film erzählt mit starken Bildern von den Menschen, ihren Beziehungen und Zielen, abseits der inzwischen alltäglichen Terrorberichterstattung der Medien. Viel zu oft vergessen wir, dass hinter Allem Menschen stecken – Menschen wie du und ich.
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