Das es mit um die Bildung in Deutschland nicht zum Allerbesten bestellt ist, dürfte seit Pisa-Studie und Rütli-Hauptschule bekannt sein. Doch was Brandenburgs Bildungsminister Holger Rupprecht (SPD) jetzt als Schirmher initiiert, würde einem Schüler mit den Worten “Sechs, setzen!” beurkundet werden:
Vattenfall klärt an Brandenburger Schulen über Klimaschutz auf. Schirmherr der “Klimaakademie” ist Bildungsminister Holger Rupprecht (SPD). Umweltschützer sind entsetzt, denn Vattenfall verursacht die meisten CO2-Emissionen im Land.
(Quelle: Frontal21/ZDF.de)
Vattenfall ist der Energiekonzern, der im vergangenen Jahr mit Sicherheitsproblemen in zwei AKWs und derzeit mit seinen Plänen für den Neubau von zwei Kohlekraftwerken in Hamburg die Negativliste der zukunftsorientierten Energiegewinnungsunternehmen anführt. Warum das Bildungsministerium nun ausgerechnet Vattenfall auf die Schüler loslässt, bleibt schleierhaft. Die pädagogische Pflicht muss sein, den Kindern frei von beeinflussender Markenpolitik Wissen zu vermitteln. Freies Wissen, mit denen sie in die Lage versetzt werden, im späteren Leben eigenständig Entscheidungen zu treffen und sich Meinungen zu bilden.
Wir sollten uns vor “amerikanische Verhältnissen schützen, “(…) wo Hersteller zum Teil exklusive Werbeverträge mit Schulen abschließen. Ein gern zitiertes und für Pädagogen wie Eltern besonders abschreckendes Beispiel ist der Fall eines Schülers aus dem US-Bundesstaat Georgia, der vom Unterricht ausgeschlossen worden sein soll, weil er ein Pepsi-T-Shirt trug – sein Problem: Coca-Cola war Exklusivsponsor dieser Schule.” (Quelle: Floorgraphics Infopool)
Ich möchte nicht, dass mein Kind von McDonalds in Ernährungskunde, von Langenscheidt in Englisch oder von adidas in Sport unterrichtet wird.
Holger Rupprecht (SPD) hat das Klassenziel leider nicht erreicht und darf in der kommenden Legislaturperiode leider nicht am Unterricht teilnehmen. Schön wär´s.
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