In seiner Werbung von 1984 sprengt Apple die Monotonie der Gesellschaft.
2007, so scheint es, ist Apple mit seinem iPhone auf dem umgekehrten Weg. Ein Telefon ist in erster Linie für den verbalen, inzwischen auch visuellen Austausch zwischen zwei oder mehr Menschen konzipiert. Dank der Verschmelzung von Internet, Musikabspielgerät und Telefon, entwicklet sich das iPhone zum persönlichen Assistenten. Mit immer komplexer werdendem Funktionsumfang, wird ein Weg bedchritten, der die Menschen entfremdet und ausseinander bringt. Anhand von einigen Beispielen stelle ich das Dilemma dar:
Man steht in einer fremden Stadt, in einer fremden Gegend. Der Nicht-iPhone-Nutzer baut im Nu soziale Kontakte auf: er fragt nach dem Standort, besser noch – nach dem Weg zum Ziel. Der iPhone-Nutzer blickt auf sein Telefon.
Der Nicht-iPhone-Nutzer hat Hunger: er streift durch die Straßen, erkundet die Gegend oder – fragt nach einem Restaurant. Der iPhone-Nutzer blickt auf sein Telefon.
Der Nicht-iPhone-Nutzer möchte seinen Depotstand wissen: kann er nicht (hat ja kein Internet). Der iPhone-Besitzer schaut auf sein Telefon und bricht in Tränen aus – sein Tag ist versaut.
Man sieht deutlich, wie sich Apples neue iPhone-Strategie negativ auf die direkte Interaktion von Menschen auswirkt und das Wohlbefinden von Menschen nachhaltig negativ beeinflußt. Bleibt zu hoffen, dass nicht Microsoft 2084 einen Werbesport machen kann, der die Welt aus seiner Apfelsucht befreien soll.
PS: Ich liebe Apple für seine Ideen und Produkte, habe kein iPhone, hätte aber gerne eins.
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schrieb am 22. Januar 2008 um 20:20 Uhr:
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