die aus dem Dschungel kamen

Ciudad Bolivar, 9:21pm
Da sind wir wieder zurueck vom Rio Caura. Nach 5 Tagen unter freiem Himmel, Schlafen in Haengematten und umgeben von toedlichen Lebewesen. Nennen wir an dieser Stelle nur mal den Skorpion, der durch unsere Freiluftkueche lief, die 2 Meter lange Schlange, die auf dem Baum sass sowie die bis handgrossen Vogelspinnen, die unsere Trekkingpfade kreuzten. Piranhas haben wir auch ohne Einsatz von Blut geangelt.
Aber es gab auch wesentlich ungefaehrlichere, dafuer umso schoenere Tiere zu sehen: Papageien in allen Farben und Formen, Schildkroeten, Affen und Schmetterlinge in Massen. Entlang der ca. 70 km langen Flussfahrt in die Abgeschiedenheit des Regenwaldes eroeffneten sich uns Einblicke in das Leben der Ureinwohner. Man stelle sich Indianer vor, die ihr Dorf noch nie verlassen haben, dafuer aber innerhalb von 4 Tagen mit einem Buschmesser, einer Axt und Feuer aus einem Eukalyptusbaum ein Boot bauen koennen.
Auf einem ca. 20 km langen Marsch quer durch dichten Dschungel, haben wir uns zu einem maechtigen Wasserfall durchgekaempft. Bei 32 Grad Celsius und 100% Luftfeuchtigkeit haben wir diese Uebung natuerlich mit Links gemeistert. Auch die 300 Meter Hoehendifferenz auf unbefestigten Pfaden waren kein Problem. Zu dumm nur, dass wir zur Halbzeit Haluzinationen von Klimaanlagen, Masseusen und Softeisautomaten hatten. Die harte Wirklichkeit bedeutete: 3 Liter aufgewaermtes Wasser im Rucksack. Nach rund 3 Stunden Wiederbelebung, machten wir uns auf den Rueckweg. Und weils so schoen war und wir uns fit wie Turnschuh fuehlten, machten wir uns in der Dunkelheit gleich nochmal los, um den Dschungel bei Nacht zu erkunden. Die Erkenntnis aus dieser Wanderung: dort ist es Nachts saudunkel und lebensbedrohlich (siehe oben).
Besonders hervorheben moechten wir an dieser Stelle die hervorragende Umsorgung durch unsere Gefaehrten aus Muenchen und Karlsruhe. Wir sind gespannt, wo wir uns wiedersehen.

Nun geht es weiter auf unserer Reise. Nur wissen wir noch nicht wohin. Also, lasst Euch ueberraschen.


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  1. Gravatar Icon Der Sultan

    schrieb am 14. November 2007 um 14:10 Uhr:

    Sehr geehrter Vorsitzende des südamerikanischen Hasenzuchtverbandes.
    Da ich sehr begeistert bin von eurem blumigen und detaillierten Urlaubsbeschreibungen, erachtet ich es als meine Pflicht euch beiden Auswanderern ein kurzes Update über die Situation in good old Germany zu schreiben. Nicht das ihr beiden Süßen auf die Idee kommt euch für immer den Gefahren des südamerikanischen Kontinent zustellen und die schönen Seiten eurer Heimat zu vergessen. Denn Tag für Tag zeigen uns RTL 2 und Kabel 1 auf, dass die Landflucht nicht nur die goldenen Neuenbundesländer betrifft, sondern es sich dabei um ein gesamtdeutsches Phänomen handelt.
    Fangen wir mal mit dem Bahnstreik, der sich nun seit Monaten hinzieht, und uns erkennen lässt, dass wir uns mal so gar nicht für kulturelles Erbe des Kaiserreiches interessieren, sondern zukunftorientiert handeln. Nicht mal steigende Benzinpreise, Jonnes B. Kerner auf Werbeplakate von Air Berlin und schlechtes Wetter lassen uns davon abbringen auf Transportalternativen umzusteigen. Daher ein Grund wieder nach Deutschland zurückzukehren. Wir sind so flexibel wenn es darum geht von Punkt A nach B zu gelangen und evtl. längere Wartezeiten werden mit Gemecker, das früher alles besser war, überbrückt.
    Deutschland, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Ein weiterer triftiger Grund nach Hause zurückzukommen, ist der Beginn des Weihnachtsgeschäfts. Zwar ist mir bewusst, dass Südamerika (Cordez und Pizarro unorthodoxen Mittel sei Dank) christianisiert wurde und demnach die Geburt des Heilands auch dort gefeiert wird, aber was wäre die Vorweihnachtszeit ohne dreilagiger Winterbekleidung durch die Mö zuspazieren um dann Auge um Auge mit der Douglasverkäuferin zustehen um ein mögliches Pflegeschaumbadschnäpchen für Oma zu ergattern? Da kann der Erwerb von handgeklöpperten Freundschaftsbändern von blinden Inkas einfach nicht mithalten. Oder haben diese etwa eine Bonuskarte, wo bei einem Einkauf von mindestes 500,00 € eine Gratisparfümprobe bei raus springt? Ich denke nein! Und nun zum wichtigsten Grund, warum Ihr beide nach Hause zurückkommen solltet. Die Arbeit! Jetzt nicht geschockt regieren und so tun, als wäre der berufliche Erwerb von Geld nicht der Inhalt aller Menschen die in kapitalistischen Industrieländern leben und somit nicht auch der euriger. Zwar kann ich nicht für Melanies Kollegen sprechen, aber wir (zumindest ich) vermisse Henning im Alten Teichweg 25 doch sehr. Bestimmte Kollegen entwickeln, ohne dein strenges diktatorisches Regime, eine Aufmüpfigkeit, die wir zwar auch von Dir gewohnt, allerdings fehlt dabei deine charmante Uneinsichtige Seite.(“mach ich nicht,war schon immer so”)
    Fasse ich also zusammen. Flexibilität, Weihnachtsstress und meine Sehnsucht, sollten Grund sein wieder nach Hause zukommen. Genießt also euren Resturlaub aber vergesst uns nicht ganz. Denn was wäre Deutschland ohne Euch? Ihr seid, ob ihr wollt oder nicht, ein Teil dieser Gemeinschaft mit all den Vor- (Flaschenpfandsystem,Ökosteuer, kulturelle Vielfalt, etc.) aber auch Nachteilen (Flaschenpfandsystem,Ökosteuer, kulturelle Vielfalt, etc.)
    Freu uns auf eine perfekt organisierte Diashow und weitere Urlaubsgeschichten.
    Einen dicken Kuss an euch beide.
    Der Sultan

    PS: Nun noch ein schlechter Kommentar: Zwei Meter Schlangen gibt es bei uns auch, auch wenn diese sich zurzeit eher auf den Bahnsteigen vorfinden als in freier Wildbahn–dem bereits angesprochenen Bahnstreik sei Dank)

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