Das also war es, das SPLASH! 2007 und diesmal machte es seinem Namen keine Ehre. Die Sonne sorgte am Sonntag für gebruzelte Haut, kurze Röcke und intime Einblicke in Arbeiten deutscher Tätowierer. In den Zelten entwickelten sich subtropische Klimazonen. Da ließ der Auftritt von T.O.K. aus Kingston Gefühle wie am Strand von Jamaica aufkommen. Stones Throw und Dilated People bekamen wir nur am Rand mit.
Gegen Abend als sich die Zeltplätze leerten und die Besucher zur Hauptbühne gingen, erhöhte sich die Vorfreude auf die Höhepunkte des Tages – The Roots und Freundeskreis. Wie gut, dass man über Geschmack nicht streiten kann, weil jeder seinen eigenen hat. The Roots sind bei uns eigentlich ganz weit vorn, aber live waren wir enttäuscht. Es kamen kaum Begeisterungsfunken bei uns an. Und selbst ihr großer Hit wurde nur für eine Strophe angespielt. Max Herre kam mit Joy Denalane und Afrob aus Stuttgart. Mit musikalisch solider Arbeit, bedankte er sich für die letzten 10 Jahre und beendete das 10. SPLASH! weitaus dezenter als es die Chemnitzer Philarmoniker im letzten Jahr taten.
Fazit: Drei schöne Tage mit vielen bunten Eindrücken, dicken Sounds und netten Leuten. Musikalisch gab es leider zu wenige Höhepunkte – was aber eine Geschmacksfrage ist. Bleibt zu hoffen, dass die Organisatoren die Lust, das Geld und die Vision haben, um 2008 wieder drei tolle Tage mit uns zu kopfnicken. Big up for SPLASH! 2008.
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