Während manch ein junger, medial gehypter oder gecasteter Künstler beim Füllen von Arenen in der Größe der Dorfhalle von Kiehlehiele an die Kapazitätsgrenzen seiner Fangemeinde stößt, werden andere Musiktitanen erst bei Größenordnungen von 50.000 Menschen und mehr locker. Gestern Abends schien es Herbert Grönemeyer in der VeltinsArena AufSchalke so gegangen zu sein. Das Haus war brechend voll und bereit, sich dem Lokalhelden hinzugeben. Eine durchdachte Bühnengestaltung – weit in die Zuschauer hineinreichend, ein stimmiges Bühnenbild – Videos mit und ohne Grönemeyer aber stets passend zu den Titeln geschnitten und nicht zuletzt unerschöpfliche Sangeslust, ließen die Angereisten zu Hochform auflaufen. Wir wurden auf eine Reise von Bochum über Männer, Mensch, Alkohol und Currywurst bis Zeit, dass sich was dreht mitgenommen. Alle folgten euphorisch und bewegten Grönemeyer und Band zu fast 3 Stunden Bühnenpräsenz. Erlebnisse lassen sich schwer beschreiben, Worte schaffen es nicht, das Erlebte auszudrücken. So auch gestern. Es war ein Abend voller Adrenalin, Gänsehaut und feuchten Augen. Schön, dass es so etwas in Zeiten von Casting-Shows noch gibt. Menschen, die echte Musik so zelebrieren – auf beiden Seiten der Bühne.
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