10. März 2010

from_paris_with_love

Gestern Abend haben wir eine neue Seite fernöstlicher Kultur kennen gelernt. Wir waren im Kino. Eigentlich könnte man auch sagen, wir waren in der Kältekammer, denn als wirklich einzigartig empfanden wir das Herunterkühlen des Kinosaals auf 20°C – bei einer Aussentemperatur von über 30°C. Vorsorglich hatten wir unsere Fleecejacken mit dabei, denn so langsam kennen wir die Kälteaffinität unserer Asiaten. Die Jacken hatten wir eigentlich nach unserem Abflug im tiefverschneiten Deutschland ganz weit unten im Rucksack vergraben. Gestern retteten sie uns vor dem sicheren Kältetod.
Bei unserer Fußbekleidung waren wir etwas zu leichtsinnig. Dachten wir noch, dass unsere Füße in den Flip-Flops die Temperaturschwankung schon ertragen würden, sprachen die Eisklumpen nach der Vorstellung eine ganz andere Sprache. Wir liefen im Anschluß, gegen 23 Uhr, den Weg zum Hotel barfuß, um die Füße durch die heißen Betonplatten wieder aufzutauen.
Soviel zum kulturellen Teil. Kommen wir zum Film:

nachtmarkt01

KK, so die übliche Bezeichnung für Kota Kinabalu, der Hauptstadt Sabahs, ist unsere erste Station auf der Reise durch Borneo. Ein Highlight der Stadt ist zweifelsohne der Nachtmarkt entlang der Hafenmauern. Fast jedes asiatische Dorf hat seinen eigenen Nachtmarkt und wir können die Zahl der besuchten nicht zuverlässig ermitteln. Was wir aber hier erlebt haben, stellt das zuvor Gesehene in den Schatten. Noch nie sind wir über einen derart riesigen Markt geschlendert. Grund genug, diese Erfahrung mit Euch zu teilen. Die folgenden Bilder zeigen einen bunten Querschnitt über das Angebot und Treiben auf einem der wichtigsten Handelsplätze Asiens.

8. März 2010

Unsere beiden Mädels, die uns dreieinhalb Wochen durch die Hitze begleitet haben, sind im unterkühlten Hamburg angekommen. Vor dem Abflug haben wir noch gewitzelt, ob sich der Winter in Deutschland jetzt mal so langsam verzieht und dem Frühling Platz macht. Wir haben gemutmaßt, dass Neuschnee fallen wird, wenn die Maschine aus Singapur in Hamburg/Fuhlsbüttel aufschlägt. Nun ratet, was passiert ist?

Es erreichten uns zwei hübsche Fotos, die unsere Vorahnung bestätigen. Auch wenn die Schneedecke noch so weiß strahlen mag, uns lässt das Wetter hier drüben kalt. Nur das ASTRA wünschen wir uns hier an den heißen Abenden in unsere Kehlen.

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schuhe

7. März 2010

Zwei Monate nach dem Start unserer Tour durch Asien gibt es die ersten Opfer zu beklagen. Über die zu heiß gewaschenen Synthetik-Klamotten und die löchrigen Hemden lohnt es sich nicht, ein Wort zu verlieren, wenn man sich aber von jahrelangen Wegbegleitern trennen muss, dann ist das einen Assbach Uralt Beitrag wert.

7. März 2010

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Eigentlich stimmt die Aussage so nicht, denn wir verlassen nur den Teil Malaysias, der auf der Halbinsel liegt. Die zurückliegenden Wochen fühlten sich für uns wie ein Urlaub vom Urlaub an. Den größten Teil der Zeit verbrachten wir entspannt am Strand, hatten Zeit unsere dicken Wälzer Populärliteratur durchzulesen und uns um nichts kümmern zu müssen. Reisen in Malaysia ist dank des hervorragenden Straßennetzes und der luxuriösen Busse ein Leichtes und der bunte Bevölkerungsmix aus Malayen, Chinesen und Indern sorgt für eine unheimlich große Bandbreite an leckerem Essen.

6. März 2010

Die frohe Botschaft erreichte mich via Telefonat aus Deutschland. Ich habe gewonnen. Mein erster gerichtlich angestrebter Prozess wurde mit einer klaren Verurteilung des Angeklagten zu meinen Gunsten beendet. Dabei ging es um weitreichende politische-soziales Einschnitte. Und ich war nicht alleine. Mit mir haben knapp 35.000 Mitkläger in der Verhandlung “gesessen”.

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe beschloss am Dienstag, dem 2. März 2010, in einem Urteil, dass das Gesetz zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung gegen das deutsche Grundgesetz verstößt und somit verfassungswidrig ist. (Quelle: Netzwelt)

Zur Verdeutlichung: Dank des Engagements von einer deutlichen Minderheit deutscher Bürger hat der oberste Gerichtshof festgestellt, dass ein verabschiedetes Gesetz unserer Bundesregierung nicht mit unserem Grundgesetz vereinbar ist.

Viel erschreckender als das Versagen unserer Abgeordneten, finde ich die Reaktionen, die ich in Gesprächen mit Mitmenschen zur Zeit der Beteiligung an der Sammelklage erleben musste. Eine kleine Gruppe wusste um die Bedeutung der geplanten Eingriffe, die Mehrheit interessierte sich jedoch einen feuchten Dreck kaum für die Eingriffe in ihre Privatsphäre. Manche diskutierten mit mir sogar darüber, dass sich mein Engagement eh nicht lohnt, da man als Einzelner doch nichts bewegen kann.

Beobachtet man die Reaktionen aus Brüssel, wird die Tragweite der Entscheidung in Karlsruhe klar:  die EU-Justizkommissarin kündigte an, die maßgebliche EU-Richtlinie, die für die deutsche Gesetzgebung ausschlaggebend war, zeitnah zu überprüfen. Es bestehe die Gefahr, dass die Richtlinie “jedermanns Grundrecht auf Privatsphäre einschränkt” und daher mit der verbindlichen EU-Grundrechtecharta nicht vereinbar ist.

Ich gebe zu, dass es mich ein wenig stolz macht, Teil derer gewesen zu sein, die diese Entwicklung zu verantworten haben.

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Die vergangenen dreieinhalb Wochen, die wir als Quattro verbracht haben, sind wie im Flug vergangen. Für unsere zwei beste Freundinnen heisst es Abschied nehmen und uns im Sommer zurückzulassen, um ins tauende Deutschland zurück zu kehren. Wir hatten gemeinsam eine tolle Zeit und freuen uns auf ein Wiedersehen am Ende unseres Abenteuers.

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Gleich doppelt gefreut haben wir uns über die Einladung von Karin. Doppelt, weil sie uns neben der Einladung auch die frohe Botschaft überbrachte, dass sie mal wieder zur Oma gemacht wurde. Das Leben macht halt für uns Reisevögel keine Pause. So haben wir uns kurzerhand entschlossen, standesgemäß, zuerst auf den neuen Erdenbüger und die Familie anzustoßen. Wie für ein muslimisches und zudem tropisches Land typisch, haben wir etwas ganz leckeres Alkoholbefreites bestellt: Ice-blendet Mango. Das ist Mangofleisch im Mixer püriert und mit ebenfalls püriertem Eis verfestigt. Ohne Frage: das Getränk macht süchtig.

Herzlichen Glückwunsch Karin!

28. Februar 2010

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Nein, wir waren nicht zu Besuch beim Treffen internationaler Hedge-Fond-Manager in Malaysia, sondern haben nach einigen Tagen der Bewegungsstarre am Strand von Perhentian unserem Tatendrang nachgegeben. Klimabedingt entschieden wir uns für die wassergekühlte Form der inseltypischen Aktivität und fuhren Schnorcheln.
Mit viel versprechenden Spots wie „Shark-Bay“, „Turtle-Beach“ oder „Romantic Beach“ werden hier Tagesausflüge für den Schleuderpreis von 40 Ringit (ca. 8 EUR) angepriesen.

27. Februar 2010

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Man kennt diese Bilder zumeist aus Hochglanzprospekten der Reiseveranstalter, die ihren potentiellen Kunden das Paradies auf Erden verkaufen wollen. Oft glaubt man sich einer guten Fotoretusche gegenüber, wenn sich das Meer in Türkis-Schattierungen vom weißen Sandstrand ergießt und sich die Palmen in sattem Grün im Wind zu wiegen scheinen.
Als wir nach Perhentian Island kamen, erwarteten wir zwar einen Strand der Oberliga, fanden uns aber an einem Plätzchen wieder, welches uns auch nach 7 Tagen noch den Kopf schütteln ließ: das Wasser schillert in allen erdenklichen Türkis-Blautönen und hat seine erfrischende Wirkung längst verloren, der Wind bläst die 35°C warme Luft vorbei an Palmenhainen.

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